Spedition und Logistik

Seit vielen Jahren ist unsere Kanzlei schwerpunktmäßig auf dem Gebiet des Transportrechts tätig. Wir vertreten inländische und ausländische Frachtführer, Speditionen und Logistikunternehmen in allen Rechtsangelegenheiten.

Hierzu gehören die gerichtliche und außergerichtliche Vertretung im Bereich des Verkehrsstrafrechts und des Ordnungswidrigkeitenrechts sowohl hinsichtlich allgemeiner Verkehrsverstöße (z.B. Geschwindigkeit und Abstand) als auch bzgl. güterverkehrstypischer Vergehen (z.B. Fahrtenschreiber, Lenkzeiten, Überladung).

Darüber hinaus betreiben wir für unsere Mandanten die außergerichtliche und gerichtliche Regulierung von Verkehrsunfällen im In- und Ausland.

Einen Schwerpunkt unserer Tätigkeit stellt die Durchsetzung von Zahlungsansprüchen der Transport- und Logistikunternehmen gegenüber deren Auftraggebern dar. Dabei gilt es, auch im Bereich der Forderungsbeitreibung die transportrechtlichen Besonderheiten zu berücksichtigen.

Besondere Bedeutung bei der Geltendmachung von Ansprüchen des Spediteurs, Frachtführers und Lagerhalters kommt den Rechtsfragen des Palettenverkehrs, dem Problem des Standgelds und der Frage des Pfandrechts zu.

Insoweit bestehen zahlreiche rechtliche Sondervorschriften in Form von internationalen Übereinkommen sowie ergänzenden nationalen Gesetzen und sonstigen Regelwerken. Dies sind insbesondere für den Straßengüterverkehr wie CMR das HGB und die ADSp, für den Lufttransport die Regelungen des Montrealer Übereinkommens sowie des Warschauer Abkommens, wiederum ergänzt durch HGB und ADSp. Für den Bahntransport ergänzen die nationalen Vorschriften des HGB und der ADSp die internationalen Regelungen der CIM. Für den Bereich der Logistik-Geschäfte ist neben dem HGB und den ADSp auch das Augenmerk auf die Logistik-AGB zu richten.

Im Rahmen der Durchsetzung von Ansprüchen des Spediteurs bzw. Frachtführers wird immer mehr die begründete Zurückweisung von Einwendungen des Auftraggebers relevant, welcher versucht, seinerseits den Transportunternehmer wegen angeblicher Fehler haftbar zu halten. Neben der Zurückweisung einer Haftbarhaltung spielt darüber hinaus die Vertretung des Spediteurs bzw. Frachtführers im Rahmen von Schadenersatzprozessen wegen angeblicher Transportschäden (Beschädigung bzw. Verlust des Transportguts, Überschreitung der Lieferfrist) eine gewichtige Rolle. Dabei sind insbesondere auch Versicherungsfragen zu beachten.

Im Rahmen von Logistik-Geschäften treffen typisch transportrechtliche Tätigkeiten, wie Speditions-, Fracht- und Lagergeschäfte zusammen mit sonstigen Dienstleistungstätigkeiten. Diese Gemengelage führt zu einem rechtlichen Nebeneinander der transportrechtlichen Vorschriften und sonstiger allgemein zivilrechtlicher Regularien. Gerade hier sind eine umfassende Beratung im Vorfeld und eine sorgfältige Vertragsgestaltung zwingend notwendig.

Die Verwendung einwandfreier Vertragsformulare und ausreichender schriftlicher Dokumentationen spielt aber auch darüber hinaus in allen typischen Transportgeschäften eine entscheidende Rolle. Zahlreiche rechtliche Auseinandersetzungen lassen sich bereits im Vorfeld vermeiden oder zumindest mit einer wesentlich günstigeren Ausgangslage führen, wenn Rahmenverträge, individuelle Transportaufträge und Auftragsbestätigungen, Standgeldvereinbarungen und Palettenvereinbarungen einwandfrei formuliert und dokumentiert sind.

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